Österreichischer Leitfaden für ruhige Entscheidungen
Online-Casino ohne österreichische Konzession: was Sie in Österreich wirklich prüfen sollten
Wer nach einem Online-Casino ohne österreichische Konzession sucht, braucht keine laute Anbieterwerbung, sondern eine klare Reihenfolge: Bedeutung verstehen, offizielle Stellen prüfen, Zahlungs- und Datenrisiken einschätzen und Hilfe nutzen, wenn Glücksspiel Druck erzeugt.

Kurz einordnen
Inhaltsverzeichnis
- Der wichtigste Unterschied: österreichische Konzession statt bloßes Etikett
- Was Sie über österreichische Quellen selbst prüfen können
- Welche Warnzeichen und Vertrauenssignale Sie getrennt betrachten sollten
- Zahlungen: Belege sichern, Autorisierung unterscheiden, keine Rückholgarantie erwarten
- Warum „weniger Prüfung“ kein Qualitätsmerkmal ist
- Sensible Daten brauchen mehr Vorsicht als ein Werbeversprechen
- Hilfe ist kein letzter Schritt, sondern oft der sicherste erste Schritt
- Welche Vertiefung zu welcher Frage passt
- Offizielle Seiten, die Sie selbst öffnen können
- Kurze Antworten auf typische Unsicherheiten
- Ein guter nächster Schritt ist oft ein langsamer Schritt
Der wichtigste Unterschied: österreichische Konzession statt bloßes Etikett
Der Ausdruck „Casino ohne Lizenz“ wird im Alltag unscharf verwendet. Manche meinen damit ein Angebot ohne jede erkennbare Erlaubnis, andere meinen ein Online-Casino mit ausländischer Konzession, aber ohne österreichische Berechtigung. Für eine ruhige Entscheidung ist diese Unterscheidung wichtig. Österreich ordnet Glücksspiel wegen gesellschaftlicher Risiken über Glücksspielmonopol, Konzessionssystem, Aufsicht und Spielerschutz ein. Deshalb reicht es nicht, nur auf Werbesprache, Bonusversprechen oder ein Logo im Seitenfuß eines Anbieters zu schauen.
Die sachlichere Formulierung lautet: Online-Casino ohne österreichische Konzession. Damit ist noch nicht jeder Einzelfall entschieden, aber die Blickrichtung stimmt. Eine ausländische Konzession ersetzt nach der Einordnung des Bundesministeriums für Finanzen nicht automatisch die österreichische Berechtigung. Wer diese Grenze übersieht, vergleicht schnell Dinge, die nicht gleich sind: allgemeine Online-Sicherheitsmerkmale, ausländische Aufsicht, Zahlungsabwicklung und die Frage, ob ein Angebot in Österreich offiziell berechtigt ist.
Diese Seite empfiehlt keine Anbieter und nennt keine erfundenen Marken. Sie zeigt stattdessen, welche Fragen Sie vor einer Handlung stellen können. Kann ich die österreichische Berechtigung über die BMF-Informationen nachvollziehen? Ist klar, wer Betreiber ist und wie Kontakt möglich ist? Werden Identität, Alter, Wohnsitz und Limits transparent behandelt? Ist die Zahlung nachvollziehbar und über eine sichere Verbindung abgewickelt? Gibt es Druck, nach Verlusten sofort weiterzuzahlen oder Schutzmechanismen zu umgehen? Schon diese Fragen verhindern, dass eine einzelne Werbung die gesamte Entscheidung steuert.
Offizielle Orientierung
Was Sie über österreichische Quellen selbst prüfen können
Die offizielle Prüfreihenfolge beginnt nicht bei Foren, Werbeanzeigen oder Vergleichsversprechen. Sie beginnt bei österreichischen Stellen. Das Bundesministerium für Finanzen stellt Informationen zu Glücksspiel und Spielerschutz bereit, erklärt das Glücksspielmonopol und führt eine Seite zu Konzessionären und Ausspielbewilligten. Diese Quellen sind keine Unterhaltung und keine Anbieterwerbung; genau deshalb sind sie für den ersten Schritt nützlich.
Ein praktischer Prüfweg besteht aus drei Teilen. Erstens: Lesen Sie die BMF-Informationen dazu, welche Art von Glücksspiel überhaupt gemeint ist. Online-Poker, Roulette oder Black Jack sind nicht dasselbe wie jede beliebige Online-Dienstleistung. Zweitens: Prüfen Sie, ob ein Anbieter oder eine Berechtigung auf der offiziellen BMF-Seite zu Konzessionären und Ausspielbewilligten nachvollziehbar erscheint. Drittens: Dehnen Sie das Ergebnis nicht aus. Eine Information zu einer Berechtigungsart bedeutet nicht automatisch, dass jede Marke, jede Domain, jede Spielart und jede Auslandsstruktur für Österreich abgedeckt ist.
Die Grenze ist besonders wichtig, wenn ein Anbieter mit einer ausländischen Konzession wirbt. Eine solche Angabe kann in einem anderen Land eine Rolle spielen, beantwortet aber nicht automatisch die österreichische Frage. Für Leserinnen und Leser in Österreich ist deshalb die österreichische Berechtigung der erste Prüfpunkt. Allgemeine Vertrauensmerkmale wie Impressum, verschlüsselte Verbindung, nachvollziehbarer Kontakt oder echte Gütesiegel bleiben sinnvoll, ersetzen aber keine Glücksspielberechtigung.

Ein ruhiger Entscheidungspfad
- Begriff klären: Geht es um fehlende österreichische Konzession, um eine ausländische Konzession oder um unklare Betreiberangaben?
- BMF-Informationen lesen: Nutzen Sie die Seiten des BMF zu Glücksspiel, Spielerschutz, Monopol und Konzessionären.
- Geltungsbereich nicht ausdehnen: Eine gefundene Information muss zur konkreten Spielart und zum konkreten Angebot passen.
- Allgemeine Sicherheit getrennt prüfen: Impressum, Kontakt, verschlüsselte Verbindung und Zahlungsablauf sind zusätzliche Signale, aber kein Ersatz.
- Bei Druck stoppen: Wenn die Entscheidung von Verlusten, Ärger oder Zeitdruck getrieben ist, zuerst Abstand gewinnen und Hilfewege prüfen.
Wer diese Reihenfolge einhält, erhält nicht automatisch eine juristische Einzelfallantwort. Genau das wäre unseriös. Sie erhalten aber eine belastbare Struktur: Welche Frage kann eine offizielle Liste beantworten, welche Frage bleibt offen und welche Werbeaussage sollte Sie nicht zu einer vorschnellen Zahlung bewegen?
Risiken vor Werbung
Welche Warnzeichen und Vertrauenssignale Sie getrennt betrachten sollten
Viele kommerzielle Versprechen klingen so, als gäbe es nur zwei Fragen: Wie hoch ist der Bonus und wie schnell kommt die Auszahlung? Diese Verkürzung ist gefährlich. Bei nicht näher bekannten Anbietern warnt das BMF vor besonderer Vorsicht, weil rechtliche Schritte bei Gewinnvorenthaltung oder Betrugsfall kaum möglich oder erfolgreich sein können. Daraus folgt kein Urteil über jeden einzelnen Anbieter, aber ein klares Vorsichtsprinzip: Unklare Berechtigung, unklare Betreiberidentität und hoher Werbedruck gehören nicht an den Rand der Entscheidung, sondern in die Mitte.
Allgemeine Online-Sicherheitsmerkmale bleiben trotzdem hilfreich. Das Bundeskriminalamt nennt für sicheres Einkaufen im Internet unter anderem nachvollziehbare Kontaktmöglichkeiten, ein Impressum, transparente Kosten, verschlüsselte Verbindungen und echte überprüfbare Gütesiegel. Auf Glücksspiel übertragen bedeutet das: Solche Merkmale können Zweifel verstärken oder mindern, aber sie beantworten nicht allein, ob ein Glücksspielangebot in Österreich berechtigt ist. Ein schön gestaltetes Impressum macht keine österreichische Konzession, und ein Konzessionshinweis ersetzt nicht die Prüfung sensibler Zahlungs- und Datenthemen.
Risikolandkarte ohne Anbieterwerbung
| Bereich | Worauf achten? | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Österreichische Berechtigung | Offizielle BMF-Informationen und Geltungsbereich lesen | Ausländische Angaben ersetzen die österreichische Prüfung nicht automatisch |
| Betreiber und Kontakt | Nachvollziehbare Identität, Kontaktweg, Impressum und keine kopierten Siegel | Unklare Ansprechpartner erschweren Beschwerden, Klärung und Datenauskunft |
| Zahlung | Zahlungsart, Belege, Autorisierung und sichere Verbindung dokumentieren | Rückbuchungsmöglichkeiten unterscheiden sich und sind nicht pauschal garantiert |
| Schutzmechanismen | Limits, Altersprüfung, Identitätsprüfung und Sperren nicht als Nachteil abwerten | Diese Elemente können Spielerschutz, Alterskontrolle und Compliance unterstützen |
| Werbedruck | Keine Eile wegen Bonusfristen, Verlustausgleich oder angeblich sicheren Gewinnen | Dringlichkeit verengt den Blick und kann riskante Entscheidungen fördern |
Ein seriöser Umgang mit dieser Risikolandkarte bedeutet auch, auf manche scheinbar attraktive Frage nicht einzugehen. Listen wie „beste Casinos ohne österreichische Konzession“, „ohne Verifizierung ist besser“ oder „sichere Auszahlung trotz unklarer Berechtigung“ würden genau die falschen Signale setzen. Sie lenken von Prüfung, Schutz und Selbstbegrenzung weg. Eine gute Orientierung fragt nicht, wie man eine Barriere umgeht, sondern welche Barriere einen sinnvollen Schutzgrund haben kann.
Einzahlung, Auszahlung, Streit
Zahlungen: Belege sichern, Autorisierung unterscheiden, keine Rückholgarantie erwarten
Zahlungsfragen entstehen oft erst dann, wenn bereits Geld geflossen ist. Jemand wartet auf eine Auszahlung, bemerkt eine unbekannte Abbuchung oder fragt sich nach Verlusten, ob eine Bank die Zahlung rückgängig machen kann. Genau hier ist nüchterne Sprache wichtig. FMA und OeNB erklären, dass sichere Online-Zahlungen starke Kundenauthentifizierung, eine verschlüsselte Verbindung, sorgfältigen Umgang mit Zugangsdaten und regelmäßige Kontoprüfung erfordern. Außerdem unterscheiden sich Rückbuchungsmöglichkeiten je nach Zahlungsart.
Besonders wichtig ist die Trennung zwischen autorisierten und nicht autorisierten Zahlungsvorgängen. Wenn Sie eine Zahlung nicht autorisiert haben, ist rasches Handeln gegenüber Bank oder Zahlungsdienstleister sinnvoll. Sichern Sie Kontoauszüge, Zahlungsbestätigungen, Nachrichten, Screenshots und Zeitpunkte. Wenn Sie die Zahlung dagegen selbst ausgelöst haben, bedeutet das nicht automatisch, dass sie beliebig zurückgeholt werden kann. Bei autorisierten Zahlungen können Kartenregeln, Kulanz, konkrete Streitgründe und der Einzelfall eine Rolle spielen, aber ein allgemeines Rückholversprechen wäre unseriös.

Autorisierte Zahlung und unbekannte Abbuchung nicht vermischen
Wenn die Abbuchung unbekannt ist
Kontrollieren Sie Konto und Kartenumsätze, sichern Sie Belege und melden Sie den Vorgang rasch Ihrer Bank oder dem Zahlungsdienstleister. Geben Sie Passwörter, PIN, TAN oder Kartendaten nicht über E-Mail oder unsichere Kanäle weiter.
Wenn die Einzahlung bewusst ausgelöst wurde
Dokumentieren Sie Anlass, Zahlungsart, Zeitpunkt, Anbieterangaben und Kommunikation. Erwarten Sie aber keine pauschale Rückbuchung. Der Streit über eine Auszahlung oder über Verluste ist nicht automatisch dasselbe wie ein nicht autorisierter Zahlungsvorgang.
Die praktische Konsequenz ist unspektakulär, aber hilfreich: vor weiteren Zahlungen stoppen, Konten prüfen, Belege ordnen und keine zusätzlichen Daten senden, nur weil jemand Druck macht. Wenn finanzielle Belastung hinzukommt, ist die staatlich anerkannte Schuldenberatung ein geeigneterer Orientierungspunkt als ein weiterer Versuch, verlorenes Geld durch neues Spiel zurückzuholen.
Vertiefend behandelt die Seite Einzahlung, Auszahlung und Rückbuchung, wie Zahlungsart, Autorisierung, Belege und Beschwerdewege zusammenhängen. Sie macht keine Erfolgszusage, sondern hilft, die nächsten Schritte sachlich zu ordnen.
Identität, Limits, Sperren
Warum „weniger Prüfung“ kein Qualitätsmerkmal ist
Versprechen wie schnelle Registrierung, kaum Verifizierung oder hohe Limits wirken auf den ersten Blick bequem. Im Zusammenhang mit Glücksspiel können sie aber gerade das Gegenteil eines Vertrauenssignals sein. Offiziell veröffentlichte Bedingungen für elektronische Lotterien nennen Registrierung, persönliche Daten, eine Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung sowie Teilnahmeparameter wie Spieldauer und Limits. Auch Alters- und Wohnsitzvoraussetzungen spielen eine Rolle. Solche Elemente dienen nicht nur Verwaltung, sondern können Schutz-, Alters-, Wohnsitz- und Compliance-Funktionen erfüllen.
Deshalb sollte Identitätsprüfung nicht als bloße Hürde beschrieben werden. Natürlich ist es legitim, Datenschutz und Datensparsamkeit ernst zu nehmen. Aber „ohne Prüfung“ ist nicht automatisch besser. Wenn ein Angebot sensible Zahlungen annimmt, Gewinne auszahlt und gesetzliche Schutzgrenzen beachten soll, ist eine nachvollziehbare Prüfung eher erwartbar als störend. Problematisch wird es, wenn Prüfungen unklar sind, erst nach hohen Einzahlungen überraschend auftauchen oder mit unsicheren Datenwegen verbunden werden.

Sinnvoll
- Verstehen, welche Daten wofür verlangt werden.
- Limits als Schutzwerkzeug betrachten, nicht als Gegner.
- Wohnsitz-, Alters- und Identitätsangaben nur über nachvollziehbare, sichere Kanäle prüfen lassen.
- Bei Unsicherheit vor weiterer Zahlung stoppen.
Nicht sinnvoll
- Nach Wegen suchen, Alters- oder Identitätsprüfung zu umgehen.
- Sperren oder Limits als etwas behandeln, das man austricksen sollte.
- Ausweisdaten an unklare E-Mail-Adressen oder Chatkontakte senden.
- Hohe Limits als Zeichen besonderer Seriosität verstehen.
Wenn eine Sperre, ein Limit oder eine Identitätsprüfung emotionalen Druck auslöst, ist das ein wichtiges Signal. Die sichere Antwort ist dann nicht ein Ausweichweg, sondern Abstand, Klärung und gegebenenfalls Hilfe. Die Vertiefung Identitätsprüfung, Limits und Spielerschutz erklärt diesen Bereich genauer, ohne Schutzmechanismen als Hindernis darzustellen.
Daten und Phishing
Sensible Daten brauchen mehr Vorsicht als ein Werbeversprechen
Online-Glücksspiel kann Ausweis-, Konto-, Karten- und Kontaktdaten berühren. Genau deshalb ist Datensicherheit kein Nebenthema. Österreichische Informationsseiten zu Online-Sicherheit warnen davor, Passwörter, PIN, TAN, Kreditkarten- oder Kontodaten über unsichere Kanäle weiterzugeben. Seriöse Stellen fordern solche Daten nicht einfach per E-Mail an. Vertrauliche Informationen gehören nur in nachvollziehbare Prozesse mit sicherer Verbindung und klar erkennbarem Verantwortlichen.
Phishing ist nicht immer plump. Verdächtig können Druck, Drohungen, angebliche Sofortfristen, ungewohnte Links, kopierte Logos, sprachliche Fehler oder die Aufforderung sein, Zugangsdaten erneut einzugeben. Wenn ein Glücksspielbezug dazukommt, kann der Druck größer werden: Auszahlung angeblich blockiert, Konto angeblich gefährdet, Bonus angeblich nur nach sofortiger Datenbestätigung verfügbar. Je stärker eine Nachricht drängt, desto wichtiger ist eine Pause.
Checkliste vor Datenweitergabe
- Ist klar, wer der Verantwortliche ist und wie er erreichbar ist?
- Passt die Adresse der Webseite zur erwarteten Stelle, ohne Tippfehler oder merkwürdige Zusätze?
- Wird eine verschlüsselte Verbindung genutzt?
- Wird erklärt, wofür Ausweis-, Konto- oder Kartendaten gebraucht werden?
- Wird Druck aufgebaut, damit Sie keine Zeit zum Prüfen haben?
- Gibt es eine sichere Möglichkeit, den Vorgang unabhängig zu überprüfen?
Datenschutzrechte können ebenfalls relevant werden. Die Österreichische Datenschutzbehörde beschreibt Rechte wie Information, Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Viele dieser Rechte müssen zunächst gegenüber dem Verantwortlichen geltend gemacht werden. Daraus folgt kein automatisches Löschversprechen und keine sofortige Lösung jedes Konflikts. Es gibt aber eine sachliche Richtung: Verantwortlichen identifizieren, Anliegen klar dokumentieren, Belege sichern und offizielle Beschwerdewege nur auf Grundlage konkreter Unterlagen nutzen.
Die Vertiefung Daten, Phishing und Datenschutzrechte konzentriert sich auf genau diesen Bereich. Sie bewertet keine einzelnen Anbieter, sondern zeigt, wie Sie sensible Daten und Zahlungszugänge vorsichtiger behandeln können.
Wenn Druck entsteht
Hilfe ist kein letzter Schritt, sondern oft der sicherste erste Schritt
Glücksspiel wird nicht erst dann belastend, wenn eine formale Diagnose vorliegt. Druck kann früher beginnen: ständiges Nachdenken über Verluste, Nachzahlen trotz Unbehagen, Streit mit Angehörigen, verheimlichte Zahlungen, Schlafprobleme, Mahnungen oder die Hoffnung, mit einem einzigen Gewinn alles auszugleichen. In solchen Situationen ist der Wechsel zu einem anderen Anbieter keine Lösung. Ebenso wenig hilft die Suche nach Wegen, Sperren, Limits oder Prüfungen zu umgehen.
Österreichische Stellen bieten mehrere Einstiege. Das BMF verweist auf Spielerschutz und Hilfsangebote, darunter Selbsttest und Angebote in den Bundesländern. Der Österreichische Suchthilfekompass dient als Verzeichnis professioneller Suchthilfe. Die staatlich anerkannte Schuldenberatung ist ein österreichweites Portal, wenn Zahlungsdruck, Mahnungen oder Schulden eine Rolle spielen. Diese Stellen ersetzen nicht die persönliche Entscheidung, Hilfe anzunehmen, aber sie geben einen besseren Startpunkt als hektische Diskussionen in Kommentarspalten.

Wenn es akut wird
Bei unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben zählt sofortige Hilfe vor Ort; eine psychiatrische Akutstelle kann ebenfalls der richtige Weg sein. Bei allgemeiner Krise sollte ein offizielles Beratungs- oder Hilfsangebot genutzt werden. Diese Hinweise sind keine Diagnose und ersetzen keine professionelle Abklärung.
Beispiel: Auszahlungsstress und Nachzahlungsdruck
Eine Person wartet auf eine Auszahlung und erhält gleichzeitig Nachrichten, dass eine weitere Einzahlung den Vorgang beschleunigen könne. Der sichere Weg ist nicht, noch mehr Geld zu senden. Sinnvoller ist: Belege sichern, Zahlungsart prüfen, keine Zugangsdaten herausgeben, bei unbekannten Abbuchungen die Bank kontaktieren und bei emotionalem oder finanziellem Druck Hilfeangebote nutzen. Wenn Schulden bereits eine Rolle spielen, gehört die Schuldenberatung früher in den Ablauf, nicht erst nach dem nächsten Verlust.
Die Vertiefung Hilfe bei Glücksspiel-Druck, Kontrollverlust und Schulden beschreibt Hilfewege respektvoll und ohne Vorwurf. Sie liefert keine medizinische Diagnose, sondern ordnet sichere nächste Schritte.
Weiterlesen ohne Umwege
Welche Vertiefung zu welcher Frage passt
Dieser Überblick deckt die wichtigsten Zusammenhänge ab. Für einzelne Situationen ist eine schmalere Vertiefung hilfreicher, weil nicht jede Frage auf derselben Seite beantwortet werden sollte. Wer zuerst den Begriff verstehen will, braucht eine andere Erklärung als jemand, der eine unbekannte Abbuchung bemerkt hat. Wer Angst vor Datenmissbrauch hat, braucht andere Schritte als jemand, der merkt, dass Glücksspiel Beziehungen oder Geld belastet.
Nützliche offizielle Einstiege
Offizielle Seiten, die Sie selbst öffnen können
Die folgenden Links dienen der eigenen Prüfung und Orientierung. Sie führen nicht zu Glücksspielanbietern und ersetzen keine persönliche Beratung. Öffnen Sie offizielle Quellen möglichst direkt und achten Sie auf die korrekte Adresse im Browser.
| Quelle | Wofür sie nützlich ist |
|---|---|
| BMF Glücksspiel und Spielerschutz | Grundkontext zu Glücksspiel, Aufsicht und Spielerschutz in Österreich. |
| BMF Konzessionäre und Ausspielbewilligte | Offizielle Prüfbasis für österreichische Berechtigungen. |
| FMA/OeNB: Sicher online zahlen | Zahlungssicherheit, starke Kundenauthentifizierung und Grenzen von Rückbuchungen. |
| Österreichische Datenschutzbehörde | Informationen zu Datenschutzrechten und Beschwerdewegen. |
| Österreichischer Suchthilfekompass | Verzeichnis professioneller Suchthilfe in Österreich. |
| Staatlich anerkannte Schuldenberatung | Orientierung bei Schulden, Zahlungsdruck und regionalen Beratungsstellen. |
Häufige Fragen
Kurze Antworten auf typische Unsicherheiten
Ist eine ausländische Konzession für Österreich automatisch ausreichend?
Nein. Die BMF-Einordnung nennt ausdrücklich, dass eine Konzession aus einem anderen EU- oder EWR-Staat nicht automatisch zum entgeltlichen Anbieten von Online-Glücksspiel in Österreich berechtigt. Entscheidend ist, was eine österreichische Berechtigung tatsächlich abdeckt.
Soll ich zuerst Bonusbedingungen oder die Berechtigung prüfen?
Die Berechtigung und die nachvollziehbaren Betreiberangaben gehören an den Anfang. Bonusangaben, Auszahlungsversprechen oder besonders hohe Limits ersetzen keine offizielle Prüfung und können den Blick auf wichtigere Risiken verstellen.
Was mache ich bei einer Abbuchung, die ich nicht autorisiert habe?
Sichern Sie Belege und kontaktieren Sie rasch Ihre Bank oder den Zahlungsdienstleister. Nicht autorisierte Zahlungsvorgänge sind anders zu behandeln als autorisierte Einzahlungen, bei denen eine Rückbuchung nicht pauschal garantiert werden kann.
Ist wenig Identitätsprüfung ein Vorteil?
Nicht automatisch. Identitätsprüfung, Altersprüfung, Wohnsitzprüfung und Limits können Schutz- und Compliance-Funktionen haben. Fehlende oder unklare Prüfungen sind deshalb kein verlässliches Qualitätsmerkmal.
Wo finde ich Hilfe, wenn Glücksspiel Druck macht?
Offizielle Einstiege sind unter anderem die BMF-Hilfsangebote, der Österreichische Suchthilfekompass und die staatlich anerkannte Schuldenberatung. Wenn eine unmittelbare Gefahr besteht, sollte sofort lokale Notfallhilfe oder eine psychiatrische Akutstelle kontaktiert werden; diese Seite kann keine Krisenberatung ersetzen.
Ein guter nächster Schritt ist oft ein langsamer Schritt
Bei nicht österreichisch konzessionierten Angeboten ist Vorsicht kein Misstrauen um des Misstrauens willen. Sie schützt vor vorschnellen Zahlungen, unsicheren Datenwegen, falschen Rückholversprechen und Entscheidungen unter Druck. Wenn Sie nur eine Sache mitnehmen, dann diese: Offizielle Prüfung, Belege, Datensparsamkeit und Hilfewege sind wichtiger als jedes Werbeversprechen.
Erstellt von der Redaktion von „Casino Ohne Lizenz“.